2003 – das erste Mal als Backpacker in Australien

Lasst euch von mir auf eine Zeitreise ins Jahr 2003 mitnehmen. Genauer gesagt zu dem ersten Mal als ich aufbrach, um die große weite Welt auf eigene Faust zu erkunden.

Den Flug habe ich in einer hau ruck Aktion gebucht – irgendwie typisch ich… Ich hatte es satt darauf zu warten bis endlich einer meiner Freunde Zeit, Lust & vor allem Geld genug beisammen hatte, um gemeinsam mit mir nach Australien zu fliegen.

Also bin ich in einer spontanen Aktion ins Reisebüro & habe mir nichts dir nichts einen Flug nach Sydney & zurück gebucht.

Es erscheint mir immer noch total verrückt, ohne Netz & doppelten Boden, in einen Flieger zu steigen & für 6 Wochen ins ungewisse auf einen anderen Kontinent zu Reisen.

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Ich fühle immer noch die Aufregung & Nervosität die mich damals kurz vorm Boarding überkommen hat. Wusste ich ja schließlich nicht was mich da so für 6 Wochen Down Under erwartet.

Vor allem, wenn man sich als Frau alleine, mit gepacktem Rucksack, in die große weite Welt jenseits Europas wagt. Zu einer Zeit als Fernreisen & die mittlerweile übliche moderne Kommunikation per WhatsApp etc. nicht so selbstverständlich waren wie heutzutage üblich!

Natürlich wollte alles gut vorbereitet sein, vom Rucksack bis zu den Socken, an alles sollte gedacht werden. Listen wurden erstellt, überarbeitet, minimiert & dann kam der große Tag des Abfluges, an dem es hieß – Rucksack vollständig gepackt, ab zum Flughafen München & rein ins Abenteuer.

Abends bestieg ich die Maschine der Fluggesellschaft Emirates, um ins ungewisse aufzubrechen. Der Flug war lang & die beiden Unterbrechungen in Dubai & Singapur willkommen.  

Etliche Stunden in der Luft später war es dann endlich soweit: „Please fasten your seatbelt & prepare for landing!“

Juhuuuuuu Sydney ich war endlich da!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Nachdem ich erstmal gründlich ausgeschlafen hatte (Jetlag lässt grüßen…) ging  es schon los mit der Sightseeingtour. Mitsamt Reiseführer konnte ich es kaum erwarten mich durch Sydney treiben zu lassen & auf Entdeckungstour zu gehen.

Ob Bondi Beach,

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Manly Beach, Circular Quay mit der Oper, die Harbour Bridge,

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Harbour Bridge & die Oper

 

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Cooge Beach
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Sydney Oper
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Schifffahrt & Zoo von Sydney

Zoo & Chinatown – alles wollte ich besichtigen.

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Bis heute finde ich Sydney toll; hat es doch ein einzigartiges Flair versprüht, welchem ich mich damals nicht entziehen konnte.

Nach einigen tollen Tagen in Sydney ging es mit dem Bus weiter die Ostküste rauf in Richtung Cairns. Natürlich mit etlichen Zwischenstopps auf dem Weg dahin!

Erste Station auf meiner Reise war Port Macquarie – Hostel, Mehrbettzimmer & erste Abenteuer riefen (hoffentlich…)!

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Anschließend ging es nach Coffs Harbour. Etwas Pech hatte ich jedoch mit dem Wetter. In Coffs Harbour fing es an zu Regnen & Besserung war erstmals nicht in Sicht – ein Zyklon hatte sich eingenistet & folgte mir immer weiter auf meiner Reise Richtung Norden…

In Byron Bay angekommen blieb mir & meinen Mitleidenden nicht viel anderes übrig als unsere Aktivitäten ins Innere zu verlegen – von wegen Surfen und Baden – es fiel alles sprichwörtlich ins Wasser. Zum Glück gab es genug Alternativen wie Kino, Pub & Ausflüge in die nähere Umgebung.

 

In Brisbane & Surfers Paradise bekam ich weiter nasse Füße beim Erkunden der Orte. Ich machte es mir jedoch mit meinen neu gewonnen Reisefreunden gemütlich & unserer guten Stimmung konnte das bisschen Regen nichts anhaben!

Dann, als es hieß ab nach Fraser Island, war uns der Wettergott endlich milde gestimmt! Wir konnten relativ problemlos mit dem Boot übersetzten, um anschließend für ein Paar Tage die wunderbare Vielfalt der Insel zu erkunden.

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Als ich mich jedoch einige Tage später aufmachte, um nach Great Keppell Island zu kommen, tat sich mir auf der Bootsüberfahrt ein Bild des Grauens auf. So ziemlich jeder zweite Reisende sah auf der Überfahrt sein Frühstück wieder – kein schöner Anblick – ein Erlebnis der anderen Art..!

Da man auf Great Keppell Island bei schlechtem Wetter wenig bis nichts machen konnte, reiste ich am nächsten Tag weiter. Natürlich nicht ohne eine weitere interessante Bootsfahrt…

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Linkes Bild Brisbane; rechtes Bild Great Keppel Island

Anschließend fuhr ich mit dem Bus nach Airlie Beach – Hauptanlaufstelle für Segeltouren um die Whitsunday Inseln. Ich freute mich riesig. Schien doch endlich mal wieder die Sonne!

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Abends ging es los mit einer 4 Nächte & 3 Tage Segeltour um die Whitsunday Inseln am Great Barrier Reef. Ich war zuvor im meinem ganzen Leben nicht Segeln gewesen & war sehr gespannt ob es mir gefällt oder ob ich bei dem Geschaukel seekrank werde. Es hat mir mehr als gefallen – ich habe es geliebt & von Seekrankheit weit & breit keine Spur!

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Abends am Deck war man den Sternen zum greifen nah. Tagsüber beim Schnorcheln eröffnete sich mir eine farbenfrohe Unterwasserwelt. Dazu die traumhaft schönen weißen Strände für Zwischenstopps zum Seele-baumeln-lassen. Ich war wohl im Paradies angekommen!!!

Leider geht jeder wunderbare Traum zu Ende & ich musste weiter ziehen. Eine verregnete Nacht in Townsville & zwei kurze Tage in Cairns später, hieß es leider wieder ab zum Flughafen & zurück nach Sydney, von wo aus ich den Heimflug antreten sollte.

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Cairns

Wahnsinn wie schnell 6 Wochen auf einmal vergehen & wie schwer mir damals der Abschied fiel!

Selbst nach so vielen Jahren macht mich der Gedanke an Australien & die Wochen, die ich in Down Under verbracht habe glücklich. Waren sie doch der Anstoß für meine weiteren großen Reisen, meine neu entdeckte Abenteuerlust & dem damit verbundenen Fernweh!

Eine ganz einzigartige Erfahrung die ich nicht missen möchte! Es hat mich gelehrt meinen Traum zu Leben & nicht darauf zu vertrauen, dass dieser eines Tages von alleine & mithilfe von anderen Menschen in Erfüllung geht.

Mara

PS: Sorry für die schlechte Qualität der Bilder – das sind nur Fotos vom Foto – hatte damals noch die gängige Kamera mit Film – ihr wisst schon, einen Film den man zum Entwickeln geben musste & wo man nicht so großzügig mit dem Bilder machen war wie heutzutage im Digitalen Zeitalter 😉

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