Finnland – Helsinki und Rovaniemi

Ich muss gestehen, dass ich selbst nicht auf die Idee gekommen wäre, freiwillig im Winter nach Finnland zu fliegen.
 
Da ich aber eines Abends bei einem Gespräch mit einer lieben Freundin beisammen saß, & diese mir etliche Bilder & Videos im Internet von Polarlichtern & Finnland im Winter gezeigt hatte, fing ich an mich immer mehr mit dem Gedanken an einen Winterurlaub am Polarkreis anzufreunden.
 

Nach weiterem Stöbern im Internet war es dann soweit – die Euphorie hatte mich gepackt & die Flüge wurden gebucht.

Frei hatte ich auch, so konnte es also am 06 Februar losgehen. Erst 3 Nächte in Helsinki, um die Hauptstadt Finnlands zu erkunden, dann weiter nach Rovaniemi in der Hoffnung Polarlichter zu sehen. Dazu ganz viel Schnee verbunden mit einem Haufen Outdooraktivitäten.

Helsinki an sich war schön, nur Sightseeing bei strömenden Regen weniger.

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Wir haben trotzdem tapfer durchgehalten und versucht so viel wie möglich zu besichtigen.

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Immerhin kann man mit der Tram alle sehenswerten Orte abfahren & muss auch nicht unbedingt aussteigen wenn es regnet oder schneit.

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Da Helsinki für eine Großstadt relativ übersichtlich ist reichten uns die 2 Tage an denen wir dort waren auch vollkommen.

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Anschließend ging es per Flugzeug weiter nach Rovaniemi.

Dort angekommen erwartete uns erst einmal – Regen. Ich dachte ich spinne – wir reden hier von Finnland & dem Polarkreis im tiefsten Winter & es regnet – finde den Fehler!

Ich habe ja ehrlich gesagt damit gerechnet das ich mir da oben so ziemlich alles abfrier was ich hab, von wegen, „warm“ war´s! Nix mit -20° Celsius, klarem blauen Himmel & Atemwölkchen…

Unserem Tatendrang & unserer Unternehmungslust tat dies jedoch keinen Abbruch.

Ob Santa Claus Village, Schneemobil fahren oder die Nacht zum Tag machen auf der Suche nach Polarlichtern – nichts war sicher vor uns!

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Von 5 Nächten waren wir 3 Nächte an einem See in der Hoffnung besagte Polarlichter zu sehen. Zwei Nächte waren total bewölkt. In der letzten Nacht riss der Himmel zwar auf, die Polarlichter ließen sich aber trotzdem nicht blicken – auch nicht nachts um 3.

Der Urlaub ging leider viel zu schnell zu Ende & trotz des zum Teil miesen Wetters & der nicht vorhandenen Aurora Borealis war er super!

Wir haben viel Unternommen, gemeinsam gekocht, Spiele gespielt & gelacht. Es war für uns ganz sicher nicht das letzte Mal in Finnland.

Unsere Aktivitäten in Finnland:

Helsinki:

  • Spaziergang durch die Innenstadt – wobei es in Helsinki viele „Center“ gibt, da sich das Leben auf Grund des langen & kalten Winters viel im Inneren abspielt
  • Dom von Helsinki – Tuomiokirkko  
  • Esplanade Park mit Kauppatori
  • Fazer Café – sehr lecker Essen & trinken plus Schokolade in Hülle & Fülle

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  • Felsenkirche – Temppeliaukion Kirkko
  • Sightseeing mit der Tram Nr. 2 & 3 (ganz toll bei schlechtem Wetter)
  • Ateneum – Kunstmuseum
  • Markt Hallen, wir waren in der Vanha Kauppahalli, leider etwas spät dran gewesen, so dass die meisten Geschäfte schon zu hatten, trotzdem schön anzusehen
  • Diverse Kneipen – Finnen stehen auf Rockmusik & Bier

Rovaniemi:

Santa Claus Village: Am arktischen Zirkel gelegen besucht am Tag & bei Nacht (das ganze Dorf kann kostenlos besichtigt werden, wer jedoch mit Santa Claus ein Foto will darf löhnen)

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Ranua Arctic Zoo: Eigene Anreise mit dem Mietwagen, Eintritt 14,- € für Erwachsene & 12,- € für Kinder bis 14 Jahren, Ausflüge dahin können gebucht werden, sind jedoch ziemlich teuer (über „safartica“ z.B. 128,- € pro Person)

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Husky Schlittenfahrt: „Bear Hill Husky“ für 149,- € pro Person, Dauer ca. 4 Stunden mit Transfer (sehr empfehlenswert!)
 

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Snowmobile fahren: „Arctic Lifestyle“ für 99,- € pro Person, Dauer ca. 2 Stunden – sehr anstrengend, aber schön, vor allem weil nur wir 3 mit dem Guide alleine im Nirgendwo unterwegs waren!

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 Abendessen im Iglu: „Snowman World“ im Santa Claus Village für ca. 80,- € pro Person (sehr gut!)
 
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Dazu sind wir noch viele Nächte bis spät Abends mit dem Auto im Hinterland unterwegs gewesen auf der leider erfolglosen Suche nach Polarlichter

Fazit: Helsinki selbst ist zwar schön, aber mehr als 2 Tage würde ich dort nicht verbringen wollen – das nächste Mal dann aber bitte im Sommer – wo die Tage schier unendlich sind & die Parks & Kneipen der Stadt zum verweilen einladen.

Ganz weit oben in den Norden würde ich sofort wieder fliegen! Nicht nur um Polarlichter zu suchen.

Ein Mietwagen vor Ort ist fast ein Muss. Ein Auto ist ist im Vergleich zwar etwas teurer anzumieten als anderswo, aber absolut lohnenswert!

Dazu ist man flexibel, nicht nur in Bezug auf Ausflüge, sondern auch was die Verpflegung etc. betrifft.

Mann muss ja nicht sinnlos das Geld aus dem Fenster schmeißen, zumal ein Ausflug zu den Polarlichtern am Abend je nach Veranstalter zum Beispiel ab 65,- € aufwärts kostet.

Mit dem Mietwagen findet man immer eine schöne abseits der Straße gelegene Stelle & mit etwas Glück auch Polarlichter.

Da Finnland nicht unbedingt ein günstiges Land ist, empfiehlt es sich auch mal Zuhause zu kochen, was wir bis auf zwei Ausnahmen auch getan haben. Wenn man Essen gehen möchte empfiehlt es sich die mittags Angebote der Restaurants in Anspruch zu nehmen.

Supermärkte gibt es zu genüge und die Preise sind nur geringfügig höher als in Deutschland. Außer bei Alkohol. Das einheimische „Kathu“ Bier kostet im Supermarkt ca. 1 € mit Pfand & in der Kneipe ca. 5-6 €.

Organisatorisches:

  1. – Anreise: Lufthansa nach Helsinki, weiterreise mit Norwegian Air
  2. – Mietwagen: ADAC
  3. – Übernachtungen: Airbnb

Eure Mara

 

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