Mauritius, der Traum vom Paradies

Mauritius – sobald diese Insel erwähnt wird geraten die Menschen ins Schwärmen. Für viele ist es das non plus ultra Reiseziel und eine der Hochzeitsreise Destinationen schlechthin.

Romantiker wollen dort getraut werden, frisch verliebte ihre Zeit gemeinsam auf dieser im Indischen Ozean abgelegenen Insel verbringen.

Ich kam mehr durch einen Zufall auf Mauritius. Ich wollte nicht wieder nach Asien, in Afrika war Winter und eine USA Rundreise mit einem minderjährigen Teenager kam auch nicht in Frage.

Zufällig fand ich einen Preiswerten Flug und habe ohne groß nachzudenken für meine Familie und mich gebucht.

Es war ja wirklich in der Vorstellung zu verlockend – Sonne, Palmen, weiße Strände, ein nettes Hotel – wer sagt da schon nein dazu.

Nun, ich weiß nicht ob ich schon so „verzogen“ bin, aber auf die Vorfreude folgte die Realität bei der Ankunft auf die Insel. Hm, das soll das „sagenumwobene“ von allen geliebte Mauritius sein?!? Auweh, dachte ich so bei mir, 14 Tage überstehe ich hier nicht.

Die Leute waren freundlich, das Hotel schön und gut gelegen, das Essen und die Drinks waren Inkludiert, und ich war meilenweit davon entfernt glücklich und zufrieden zu sein und mich über meinen Urlaub zu freuen.

Im Voraus hatte ich eine riesige Vorfreude empfunden. Jetzt war ich da im Paradies und nichts und niemand konnte es mir recht machen.

Das konnte wirklich heiter werden für Henning und Emma mit so einer unzufriedenen Zicke den Urlaub zu verbringen….

Startschwierigkeiten – dieses Wort bringt es auf den Punkt. Ich hatte tatsächlich Startschwierigkeiten damit in Mauritius anzukommen. Das kenne ich so gar nicht von mir.

Normalerweise stürze ich mich Hals über Kopf ins Abenteuer, freue mich über alles schöne und hänge nicht schmollend und Trübsal blasend in der Ecke nur weil gerade mal der Wind weht und einige Regentropfen vom Himmel fallen.

Das man hier so einiges anschauen kann, es etliche schöne Strände und Inseln gibt interessierte mich die ersten paar Tage nicht, ich zog es vor mich in mein selbst gewähltes Mitleid zu suhlen und die Augen vor den tatsächlich Vorhandenen schönen Dinge zu verschließen.

Der 3 Tag läutete zum Glück die Wende ein. Ausschlaggebend war ein Ausflug in die Inselhauptstadt Port Louis.

Die vielen Märkte, das Gewusel in den Straßen, die Aussicht an der Waterfront und der Sonnenbrand auf der Nase waren dafür Ausschlaggebend.

Am Abend war ich mit mir und der Welt mehr im Einklang als ich es die letzten Tage gewesen bin. Ich meinte sogar so etwas wie ankommen und zur Ruhe kommen zu fühlen.

Eine gewisse Vorfreude auf die kommenden Tage ließ sich zum Glück auch nicht mehr leugnen.

Ab da ging es stetig bergauf, ein Strandbesuch in Flic en Flac, ein Ausflug zu den Ilé les Cerfes, Schnorcheln & Tauchen bei uns in Grand Baie als auch ein Besuch des Botanischen Gartens Pamplemouse. Geht also.

Nette Leute hatten wir in der Zwischenzeit auch kennengelernt und unsere Abende im Hotel und in den Kneipen von Grand Baie wurden immer länger.

So vergingen die zwei Wochen Urlaub dann doch noch und wurden ganz schön!

Als Fazit kann ich persönlich aber nur sagen, dass Mauritius seine paradiesischen Erwartungen für mich nicht erfüllt. Es ist zweifelsfrei schön und wenn man noch nicht all zu viel gereist ist, bestimmt etwas besonderes.

Hat man aber schon etliche „Traumstrände, Trauminseln und Traumstädte“ gesehen wird man eventuell leicht enttäuscht sein.

Die Menschen auf Mauritius sind unheimlich freundlich. Eine Zeitverschiebung ist kaum vorhanden somit gibt es auch keinen Jetlag. Die Hotels befinden sich aber eher in einer gehobenen Preisklasse.

Will man günstig Übernachten kann man sich aber auch in Apartments einquartieren. Ein solches würde in Grand Baie z.B. 25 € pro Tag kosten. Ausgehen in Grand Baie war von den Preisen ähnlich wie bei uns. Essen waren wir leider nicht, da wir Vollpension im Hotel hatten.

Ich weiß zu diesem Zeitpunkt an dem ich diesen Bericht schreibe immer noch nicht, ob ich Mauritius wirklich weiter empfehlen möchte.

Meine beiden dänischen Freundinnen lieben diese Insel und waren in diesem Jahr alleine zwei mal dort. Das dritte Mal ist bereits in Planung. Meine Familie und ich hingegen wollen da so schnell nicht mehr hin.

Letztendlich liegt es wahrscheinlich wie immer im Auge des Betrachters.

Für mich war es trotz allem sehr lehrreich. Habe ich doch herausgefunden, dass All Inklusive Urlaub absolut nichts für mich ist.

Es ist mir einfach zu viel – zu viel Essen, zu viel „Arschpudern“ zu viel Animation – zu viel einfach, für jemanden der lieber am Stand bei den Garküchen isst, oder gerne auf eigene Faust auf Entdeckungstour geht und heute hier und morgen dort sein möchte. 

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